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Über das Projekt

In den letzten Jahren hat sich innerhalb der Soziologie ein verstärktes Interesse an der sozialen Konstitution und den gesellschaftlichen Folgen ökonomischen Wissens entwickelt.

Anknüpfend an verschiedene wirtschafts- und wissenschaftssoziologische Befunde liegen inzwischen erste wissens-, diskurs- und feldtheoretische Analysen vor, die sich mit der inneren Verfasstheit der Wirtschaftswissenschaft auseinandersetzen. Ziel des wissenschaftlichen Netzwerkes ist es, die Entstehung, spezifische Ausprägung und Wirkmächtigkeit ökonomischer Wissensproduktion zu thematisieren sowie zur Etablierung einer „Soziologie ökonomischen Denkens“ (Sociology of Economics) im deutschsprachigen Raum beizutragen. Hierzu sollen im Forschungsnetzwerk unterschiedliche Forschungsperspektiven zur sozialen Konstitution der Wirtschaftswissenschaft in Bezug zueinander gesetzt werden. Ziel ist es, auf Grundlage der erzielten empirischen und theoretischen Ergebnisse die institutionellen Wirkmechanismen, Praktiken und Diskurse sichtbar zu machen, die dem gesellschaftlichen Einfluss der Wirtschaftswissenschaft zugrunde liegen. Hierauf Bezug nehmend sollen drei Kernfelder einer „Soziologie ökonomischen Denkens“ etabliert und mit Rückgriff auf verschiedene Zugangsweisen empirisch untersucht werden.

Dafür haben sich die Mitglieder des Netzwerkes darauf verständigt,(1) die soziale Struktur, (2) die Modellierungspraxis sowie (3) die Performativität der Wirtschaftswissenschaften mit Hilfe von verschiedenen methodischen Zugängen der Diskursanalyse, Ethnographie, Feldanalyse sowie Netzwerkanalyse zu untersuchen, um Synergieeffekte und Forschungskomplementaritäten einer „Soziologie ökonomischen Denkens“ zu erarbeiten.